ARCHIV [2003]: trauma und paranoia. Verdrängte individuelle und kollektive Angst im politischen Kontext

trauma und paranoia

Trauma und Paranoia
Verdrängte individuelle und kollektive Angst im politischen Kontext.

Moderation der Reihe: Rotraut De Clerck

Trauma ist charakterisiert durch das „Loch“ – im Bewußtsein und in der Sprache – die Symbolisierung, die nicht gelingt und nicht gelingen kann. Das angreifende Böse bleibt als bedrohliches Unfassbares mit seiner zerstörerischen Wirkung erhalten und kehrt in der Paranoia wie ein Bumerang zurück als Projektionen oder projektive Identifizierungen.
Auf der Ebene des Individuums mögen es “ die da“ sein, die ihn angreifen und ihm auflauern, auf der Ebene der Politik andere Politiker, Parteien oder Institutionen, auf der Ebene der Gesellschaft andere Gesellschaften, Völker, Staaten. Über diese Linie, von der mikro- hin zur makro- Ebene sich erweiternd, will die Reihe den Zusammenhang von Trauma und Paranoia verstehbar machen und die Bedeutung für Gesellschaftsanalysen aufzeigen.

Donnerstag, 9.Oktober 2003, 20 Uhr
Ilany Kogon (Psychoanalytikerin,Israel):
„Psychoanalyse im Schatten des Terrors: Der Einfluß äußerer bedrohlicher Realität auf Patient und Analytiker.“

Donnerstag, 6. November 2003, 20 Uhr
Rotraut De Clerck (Psychoanalytikerin, Frankfurt)
„Trauma und Paranoia als literarische Inszenierung: „La Disparition“ von Georges Perec

Donnerstag, 4. Dezember 2003, 20 Uhr
Prof. Ulrike Prokop (Univ. Marburg)
Trauma und Erinnerung: „Im Krebsgang“ von Günter Grass

Donnerstag, 22. Januar 2004, 20 Uhr
Priv.Doz. H.J.Wirth (Psychoanalytiker, Univ. Bremen)
„Narzißmus und Paranoia in der Politik.“

Mittwoch, 11. Februar 2004, 20 Uhr
Prof. Micha Brumlik (Univ. Frankfurt)
„Die traumatisierte Gesellschaft.“ Die BRD nach dem Holocaust.

Donnerstag, 18. März 2004, 20 Uhr
Dr. Werner Bohleber (Psychoanalytiker,Frankfurt)
„Trauma, Erinnerung und historische Realität.“

Konzeption und Organisation: Rotraut De Clerck

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